Familiensaga II

Juwelier LorenZ hat ein eigenes Verhältnis zur Zeit. Denn seit jeher kam es bei LoenZ darauf an, mit der Zeit zu handeln. Kein Zeit-Punkt war für LorenZ entscheidender, als der 9. November 1989:

1984 kündigt sich die nächste Generation mit der Heirat von Jens und Smita LorenZ an. Beide hatten sich am GIA, der weltbekannten Juwelier-Schule in Los Angeles, kennen gelernt. Nach gründlichem Umbau plant man für den 9. November 1989 ein großes Fest: an diesem Tag soll LorenZ in die Hände der Jüngeren übergehen. Hierzu schaffen Jens LorenZ und Vater aus einer uralten Kirchturm-Uhr eine bald 3 Meter hohe und 2,5 Tonnen gewichtige Uhr mit der Inschrift: „Zeit sprengt alle Mauern.“ Wer seit Generationen mit der Zeit handelt, spürt genauer, was an der Zeit ist: Einmal würde auch die Berliner Mauer fallen und eine neue Zeit anbrechen - man wusste es bei LorenZ. Am Abend des 9. November ’89 verspricht Bürger Jens LorenZ seinen 250 Gästen: ein Zeit-Zeichen der Hoffnung, das an die Vergänglichkeit zertrennender Mauern erinnert, indem es einfach weitergeht. Gegen 19 Uhr wird das Uhr-Kunst-Stück enthüllt und das Pendel angestoßen. Da verbreitet sich unter den Gästen die Nachricht, dass die Berliner Mauer soeben gefallen sei. Keiner kann es glauben: Hier verheißt eine LorenZ-Uhr, dass die Mauer fallen würde – und dort fällt sie wirklich?
Das müsste eine Friedensuhr sein, eine echte FRIEDENSUHR aus BERLIN - und so wurde ihr Name. Kaum hatte die BERLINER FRIENDESUHR gehen gelernt, war sie zum Symbol geworden.

Niemals in all den Jahren war Welt-Zeit dichter in LorenZ-Zeit gewoben, als am 9. November 1989: Ihre Botschaft, ihre Gestalt und ihre Geschichte machen die BERLINER FRIEDENSUHR zur ersten Zeit-Zeugin des 9. November - gleich einem aufbrechenden antiken Portal lädt sie ein, durch sie in eine friedlichere Zeit zu gehen. Diese Einladung gilt für uns alle: Um sie zu verbreiten, baut LorenZ seit 1992 gemeinsam mit einem Pariser Pendulen-Hersteller wertvolle, ca. 30 Zentimeter hohe Repliken der FRIEDENSUHR: Als Dank für ihren Beitrag zum Fall der Mauer erhalten während eines Festaktes im Berliner Reichstag die Staatsmänner Kohl, Reagan und Gorbatschow je eine FRIEDENSUHR. Auch in Bonn zeigt eine BERLINER FRIEDENSUHR, was in Sachen Deutschland- und Europapolitik an der Zeit ist. Die Nr. 1 steht seit Oktober ’93 in Kalkutta bei Mutter Teresa: Denn Mutter Teresa gibt mit ihrer tagtäglich gelebten Nächstenliebe das erste Exempel für die Botschaft der FRIENDESUHR: „Zeit sprengt alle Mauern“.



Am 9. November ’89 begann die Zeit der FRIEDENSUHR. Und sie begann in Berlin-Frieden’au - der NEUNTE ist für LorenZ so wichtig geworden, dass sogar eine LorenZ-Armband-Uhr danach heißt. Anderes wird folgen. Und jeder, der eintritt in die Welt der LorenZianer, bemerkt sogleich: Hier zählt man schon nach der Neuen Zeit. Die Luft ist leichter, das Licht klarer, die Menschen offener - als würde der Berliner Alltag diese Hallen meiden. Das Wellendorf-Collier, der Cartier-Ring, die „Portugieseruhr“ aus Schaffhausen, das Fabergé-Médaillon - was sich bei Juwelier LorenZ findet, wie man es präsentiert, wer sich begegnet: Alles steht wie unter LorenZ-Strom. Und selbstverständlich gehört zu einem einzigartigen Angebot auch ein einzigartiger Kundendienst: Welche Sorgen Taschenuhr, Kettenschließe oder Brillantfassung machen – mit 10 Uhrmachermeistern, Goldschmieden und Gemmologen steht auch im handwerklichen Bereich ein erfahrenes Team bereit: LorenZianer wissen Rat - seit über 130 Jahren.

Manchen ist auch das zuwenig. Für solche Fälle hält LorenZ weiter 2.500 Jahre „Zeit“ bereit: Im „Zeit“-Reisen Museum Frieden’au. Es ist das erste und einzige private Uhrenmuseum Berlins. Direkt unter den Verkaufsräumen gelegen, steht es allen Kunden offen und erzählt anhand einzigartiger, originaler Exponate über 2.500 Jahr Uhr- und Zeit-Geschichte. Viele LorenZ-Generationen haben diesen Zeit-Schatz für ihre Kunden gesammelt. Wer mit Reise-Führer Jens LorenZ durch das „Zeit“-Reisen Museum reist, beginnt zu ahnen, dass LorenZ auf viele Weise Zeit für seine Kunden hat - und versteht plötzlich, warum Juwelier LorenZ mit großem Buchstaben endet: mit Z wie Zeit.