Service
Seit Uhr-Zeiten gehören Kunden-Dienst und LorenZ zusammen. Das beginnt bei der kundigen Beratung vor Ort: Mit LorenZ finden Kunden "ihr" Schmuck- oder Uhr-Stück ganz gewiss. So enstehen Beziehungen.
Das geht bis zu Pflege und Überholung, Reparatur oder Restauration: Denn keine Ware endet mit dem Verkauf - sie lebt weiter und will im Krisenfalle nicht entsorgt, sondern umsorgt sein. So wachsen Beziehungen.
"Willkommen" und "Auf Wiedersehen" sind kostbare Worte - erfahrene Schmuck- und
Uhr-Menschen sorgen bei LorenZ dafür, dass es so bleibt.

Werk und Krone
Das Uhrwerk ist das Herz der Uhr - und ein Wunder der Technik. Störungen können das Herz aus dem Rhythmus oder zum Stillstand bringen: Das ist bei Quarzwerken nicht anders als bei mechanischen Werken. Bei allen Lagern verharzen zudem nach einigen Jahren die Öle. Dazu kommt die Extrem-Beanspruchung mancher Bauteile: Die Unruh eines Rolex-Uhrwerkes Kaliber 4030 schwingt z.B. 14.400x pro Stunde, 336.000x am Tag und 12.614.400x im Jahr.
Außenwelt-Kontakt hat jedes Uhrwerk über die Krone - durch sie wird aufgezogen, gedreht, gestoppt, gedrückt, gestellt: Bis die Welle bricht oder das Werk durch solche Schläge beschädigt wird. Damit sie von der Zeit nicht überholt wird, muss eine Uhr mit der Zeit überholt werden.
Dichtung
Dichtung und Wahrheit gehen auch bei Uhren nicht leicht zusammen: Zwischen water-resistant, water-proof und 100% wasserdicht lauert der Wassertod - doch sind es "nur" drei Dichtungsbereiche, die entscheiden, ob eine Uhr nach dem Bade nurmehr als Wasserwaage taugt: Glas, Boden und Krone (Drücker). Wird hier präzise gedichtet, dann liegt ein echtes Dichtkunstwerk vor - wie die Omega Seamaster, die auch bei 1000 Fuß unter Wasser noch "dicht hält".
Eine Verletzung des Glases allerdings, ein Stoß gegen die (Schraub-)Krone, Chemikalien, die Dichtungen angreifen - all dies kann selbst beste Uhren unbemerkt gefährden: Einmal im Jahr sollten daher erfahrene Dichter prüfen, in welcher Verfassung sich Ihre Uhr befindet.

Zeiger, Ziffer, Zahnwerk
Das griechische "Chronograph" bedeutet eigentlich "Zeitschreiber": Ein Uhrwerk tickt vielleicht auch ohne Zeiger und Ziffern richtig, ist aber noch kein Zeitschreiber - und hat das Uhrwerk schlechte Zähne, so nützen auch beste Zeiger und Ziffern wenig. Eine exakt gehende Uhr braucht beste Zähne-Zeiger-Ziffern, die optimal aufeinander abgestimmt sind: Nur kundige Feinuhrmacher können auch weniger neuen Uhren das genaue "Zeitschreiben" beibringen, denn diese Kunst erfordert einiges Uhr-Wissen.
Federlesen
Auf feinsten Federn fliegt die Zeit daher: Die Antriebsfeder eines modernmechanischen Uhrwerkes kann länger und gleichmäßiger Energie spenden als mancher Akku, auch wenn sie kaum mehr Platz braucht als ein Staubfusel. Eine Schwingfeder mag zarter als ein menschliches Haar sein, und trägt trotzdem die ganze Unruh' der Zeit. Doch für jede Feder gilt - egal ob Sperrfeder, Rückholfeder, Stellfeder, Hebefeder, Schleppfeder, Schwing- feder oder Antriebsfeder - je flacher und besser gehärtet, desto präziser arbeitet sie: Aber desto leichter bricht die Feder etwa bei plötzlichem Stoß. Gerade der technische Fortschritt bewirkt also, dass Uhren sich immer wieder mit neuen Federn schmücken müssen, sollen sie mit der Zeit gehen. Federtausch ist eine der feinhandwerklich schwierigsten Arbeiten, und sollte nur von Feinuhrmachern ausgeführt werden.

Federstege
Man nehme eine Taschenuhr auf den Arm und befestige sie dort: So ist die erste Armbanduhr entstanden. Bis heute erinnert eine Schwachstelle sogar namentlich an diesen Ursprung - Es ist die "Aufhängung" zwischen Armband und Uhr. In Fundbüros finden sich täglich selbst kostbarste Armbanduhren, die nur zu Fall kamen, weil der kleine - Armband und Uhr verbindende - Federsteg nicht länger halten konnte, was er verspricht. Damit Federstege nicht unbemerkt locker lassen, müssen sie rechtzeitig ausgetauscht werden. Das ist für erfahrene Uhrmenschen selbstverständlich.
Generalüberholung
Bevor eine Uhr in Generalstreik tritt, sollte sie generalüberholt werden - und zwar dreifach: *Innen, *Außen und *Dazwischen - macht drei Sterne, die unbedingt zusammen gehören.
*Innen: Werk zerlegen und waschen; Teile prüfen und korrigieren, ersetzen und neu montieren; Räderwerk wird wie geölt zusammengefügt, Aufzug bekommt sein Fett ab; Zifferblatt-Lifting und Zeigerjustierung pflegen das Gesicht der Zeit; Gangreglage,
Funktionskontrollen und Abschlusstests können Tage währen und beschließen die Generalüberholung Innen.
*Außen: Gehäuse, Glas und Band reinigen, prüfen, wechseln; Mineral- oder Acrylglas passgenau einfügen; Kunst-Stoffe, Stahl- und Edelmetalle aufarbeiten, Leder austauschen; Federsteg-Aufhängung, Armband-Sitz und -Schließe kontrollieren und zum krönenden Abschluss die Krone prüfen - damit endet die Generalüberholung Außen.
*Dazwischen: Glas, (Schraub-)Boden und Kronen-Tubus verbinden Innen und Außen - nur die perfekte Dichtung dazwischen macht die Uhr zum Wasserschutzgebiet. Die Erneuerung sämtlicher Glas, Boden- und Tubus-Dichtungen beschließt die Generalüberholung.